Chancenungleichheit durch Auswirkungen der Menstruation auf Bildung und Gesundheit
Weltweit ist die Menstruation, obwohl sie ein natürlicher biologischer Prozess ist, tabuisiert. Viele Mädchen und Frauen haben keinen Zugang zu sicheren und hygienischen Menstruationsprodukten und Möglichkeiten zum Menstruationsmanagement, Privatsphäre und echter Aufklärung über reproduktive Gesundheit, den weiblichen Zyklus und Fakten zur Menstruation. Sie sprechen weder mit Gleichaltrigen noch ihren Müttern, geschweige denn ihren Vätern über das Thema. So entstehen Mythen und Unwahrheiten, die die Mädchen und Frauen mit Scham belasten. Dies hat negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit, ihre Würde und ihre Bildung, denn fehlende Produkte und Infrastruktur sowie Scham führen zu erhöhten Fehlzeiten und somit zu schlechteren schulischen Leistungen, sowie höheren Schulabbruchraten. Somit sind Mädchen in ihren langfristigen Bildungschancen und Berufsaussichten beeinträchtigt.
Ökonomische Faktoren wie Armut und fehlender Zugang zu Hygieneprodukten sowie mangelnde sanitäre Einrichtungen, insbesondere in ländlichen Gebieten, verstärken das Gefühl der Scham und Isolation. Zusätzlich erschweren begrenzter Zugang zu Gesundheitsdiensten und die Stigmatisierung von Menstruationsproblemen Frauen und Mädchen den Umgang mit menstruationsbedingten Gesundheitsproblemen. Die fehlende Darstellung der Menstruation in den Medien trägt dazu bei, dass das Thema weiterhin als Tabu betrachtet wird, da es selten positiv oder überhaupt dargestellt wird.
Enttabuisierung und Aufklärung
Wir setzen uns aktiv für die Enttabuisierung der Menstruation ein und fördern eine offene Gesprächskultur mit unseren Partnerorganisationen. Zusammen mit den Frauen aus unseren Partnerorganisationen überlegen wir, wie wir den Projektteilnehmenden Wissen vermitteln können, welche Menstruationsprodukte realistisch genutzt werden könnten, wie die Schulumgebung angepasst und wer angesprochen werden muss, damit das Thema Akzeptanz in der Gesellschaft findet. Hierbei werden bewusst auch Männer und Jungen mitgedacht. Durch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser an Schulen, den Bau von sanitären Einrichtungen und die Förderung von Hygienemaßnahmen schaffen wir eine Umgebung, in der Mädchen während ihrer Menstruation die Schule besuchen können, ohne sich zu schämen oder benachteiligt zu werden. Anhand unserer WASH-Aktivitäten an Schulen und in Dörfern streben wir danach, einen positiven Wandel zu bewirken, der nicht nur die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen und Mädchen verbessert, sondern auch ihre Bildungschancen stärkt und sie dabei unterstützt, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.
Unsere Aktivitäten, um das Menstruationsstigma zu brechen:
Um das Tabuthema Menstruation zu brechen und die Situation zu verbessern, sind wir an verschiedenen Aktivitäten beteiligt:
- Wir führen offene Gespräche und bringen das Thema Menstruation in den öffentlichen Diskurs, um Scham und Stigma zu überwinden
- Wir klären alle Geschlechter und Altersgruppen über das Thema Menstruation und die Bedeutung von Menstruationshygiene in Schulungen und Unterrichten auf, indem wir Bildungsprogramme und Workshops abhalten, um Wissen und Verständnis zu fördern.
- Durch unsere Projekte haben Schulkinder, Mädchen und Frauen Zugang zu fließendem, sauberem Wasser und Räume, um in Würde und Privatsphäre Menstruationshygiene zu betreiben.
Gemeinsam können wir einen positiven Wandel bewirken und dazu beitragen, dass Menstruationshygiene und -management genau als das wahrgenommen werden, was sie sind - nämlich Grundbedürfnisse! Frauen und Mädchen weltweit müssen ihre Menstruation in Würde erleben und ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Spende jetzt für das Thema Menstruation unter Verwendung des Stichworts „Gesundheit“.



